Sonntagsbraten: Steakhüfte Niedertemperatur gegart auf Portwein-Sauce mit Wurzelgemüse

Immer wieder sonntags…

Sonntags ist der Tag an dem die Familie zusammenkommt. Da wird groß aufgetischt – es gibt Fleisch und die Mutter steht Stunden in der Küche. Das gute Porzellan kommta uf den Tisch und man sitzt feierlich beieinander. Hört sich altmodisch an? Das ist es, was ich noch von meiner Großmutter kenne. Gut – nicht jeden Sonntag ;-) Aber wenn die Familie an einem Sonntag zusammen kam, dann kam das gute Porzellan auf den Tisch. Das mit Goldrand.

Ich habe kein gutes Porzellan. Und diesen Sonntag kam auch meine Familie nicht zusammen. Dafür aber Freunde. Und Freunde sind mindestens genauso gut wie Familie. Für mich gehören sind sie Familie.

Also gab es auch heute wieder nur das Aus-Studentenzeiten-Übriggebliebene-Porzellan-eines-großen-schwedischen-Möbelhauses-mit-4-Buchstaben. Aber ich habe mich wortwörtlich stundenlang in die Küche gestellt. Und alles rausgeholt, was Töpfe und Pfannen hergaben.

Mit Niedertemperatur gegarte Steakhüfte auf Portwein-Sauce mit Wurzelgemüse

Die Steakhüfte

benötigt mit Ruhezeiten etwas mehr als 2,5 Stunden

  • 0,75 kg Steakhüfte (Rind)
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • Öl zum Anbraten

Das Fleisch mind. 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen, damit es langsam Zimmertemperatur annehmen kann. Dann waschen und gut trocken tupfen. Den Ofen auf 80 ° C vorheizen. Das Fleisch von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer einreiben. In einer Pfanne ausreichend Öl erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kurz anbraten. Anschließend in den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf ein Rost geben. Am besten einen Teller oder eine Alufolie drunterstellen bzw. -legen, dann muß man hinterher nicht so viel putzen. Für ca 1 Stunde und 15 Minuten langsam garen.

Die Portwein-Sauce (für 3 Personen)

benötigt ca. 45 Minuten Zeit

  • 2 Schalotten
  • 1 Glas Portwein
  • 100 ml Rinderfond
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Messerspitze Bebere
  • 1 Zweig Rosmarin
  • ggfs. etwas Wasser

Die Schalotten sehr fein schneiden. Im Bratenöl kurz anschwitzen – nicht bräunen lassen. Portwein und Fond angießen. Rosmarin, Zimt und Bebere hinzugeben. Alles auf sehr kleiner Flamme (ich benutze Stufe 1 auf meinem Herd) einköcheln lassen. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht ggfs. kurz abschmecken. Sollte die Sauce zu intensiv geworden sein, kann warmes Wasser hinzugegeben werden und das ganze nochmals reduziert werden bis der gewünschte Geschmack und die gewünschte Konsistenz erreicht wurde. Den Rosmarinzweig entfernen und die Sauce durch ein Sieb geben.

Das Wurzelgemüse (für 3 Personen)

benötigt mit Vorbereitungen etwa 30 Minuten

  • 3 Möhren
  • 1/2 Rote Beete
  • 1/2 Sellerie
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 Messerspitze Vanille

Möhren, Rote Beete und Sellerie schälen und in gleichmässige Würfel schneiden. In einer Pfanne oder einem Topf die Butter vorsichtig erhitzen. Das Gemüse hinzugeben und mit je 1/2 TL Salz und Pfeffer sowie etwas Muskat würzen. Anschwitzen lassen und dann ca. 15 Minuten dünsten bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist. Gegen Ende die Vanille zugeben.

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